Die Geschichte Langenstadts

Langenstadt, idyllisch im Tal des Roten Maines gelegen, gehört sicher zu den ältesten durchgehend besiedelten Orten in der Gegend. Vermutlich zwischen 600 und 800 n. Chr. entstanden die ersten Höfe. Belegt ist, dass fünf vor 1007 existierten. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1216, als Herzog Otto von Meranien dem Kloster Langheim ein Gut in Langenstadt schenkt. Am 20. Oktober 1223 erhält das Kloster (links ein alter Langheimer Grenzstein) auch das restliche Dorf – mit Ausnahme eines Hauses (heute Haus-Nr. 5 – die „wydemselden der pfarr zu drossenfelt“).

Am 12. Dezember 1260 erfährt der Ort eine große Ehre, wird hier doch der Meranische Erbfolgestreit mit einem Friedensvertrag beigelegt. Beteiligt waren bei diesem Streit die Erben des letzten Meraniers, Otto VIII., der 1248 auf seiner Burg Niesten bei Weismain gestorben war. In die langjährigen blutigen Auseinandersetzungen waren als Erben vor allem die Burggrafen von Nürnberg und die Truhendinger auf der einen Seite, der Bamberger Bischof auf der anderen Seite verwickelt. Mit den Orlamündern als weiteren Erben wurden die letzten Streitfragen in Langenstadt, mit hoher Wahrscheinlichkeit im heutigen Wirtshaus, geklärt.

Die Geschichte der ehemals selbständigen Gemeinde Langenstadt wurde durch seinen einzigen Ehrenbürger, Fritz Gollwitzer, hervorragend erforscht. Vor rund 60 Jahren veröffentlichte er sein Werk über das Dorf am Roten Main. Damals übernahm er die schon ältere Deutung des Ortsnamens als die „sich lang hinziehende Wohnstätte“. Wahrscheinlicher dürfte aber ein anderer Erklärungsversuch sein: Das althochdeutsche „hlancha“ bedeutet „Seite, Hüfte“, „Langstat“ – wie der Ortsname in alten Urkunden manchmal lautet – wäre also eine Wohnstätte auf einer Bergflanke, dies trifft auf die ersten Höfe sicher zu.

Viel Elend bescherte der Dreißigjährige Krieg dem Dorf; nach zwölf Jahren relativer Ruhe begannen die Drangsale und Zerstörungen etwa ab 1630, besonders schlimm in den Jahren 1633/34. In dieser Zeit wurden neun Anwesen völlig zerstört, was mit den Bewohnern geschah, ist unklar, vermutlich haben sie den Krieg aber nicht überlebt. Schlimm wurde es aber auch noch einmal in den letzten Kriegsjahren, 1647 waren nur noch 15 von ursprünglich 37 Höfen steuerpflichtig. Allein zwischen 1644 und 1648 sank das steuerlich erfasste Vermögen um die Hälfte.

Erster namentlich bekannter Bürgermeister – genauer „Schultheiß“ – war 1617 Michael Schartz, letzter war 1972 Hans Kirschner. Im Zuge der Gebietsreform wurde Langenstadt 1972 nach Leuchau eingemeindet. 1976 zog es die Leuchauer nach Kulmbach; Langen¬stadt wurde mit Unterlettenrangen, Buch am Sand und Dreschen Neudrossenfeld zugeschlagen.

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